Pädagogisches Konzept

Der Betreuungsverein der Heinrich-Seliger- und Wöhlerschule e.V. ist Träger der Erweiterten Schulischen Betreuung an der Heinrich-Seliger- Schule. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine sozialpädagogische regelmäßige Betreuung von Grundschulkindern der Heinrich-Seliger-Schule anzubieten.

Diese soll verantwortlich und inhaltlich sinnvoll auf die Altersstufe abgestimmt sein und den Schulalltag der Kinder bereichern, auflockern, ergänzen. Die Fragen, Nöte und Ängste der Kinder sollen ernst genommen und aufgefangen werden.

Die pädagogischen Prozesse in der Erweiterten Schulischen Betreuung sollen die Selbstständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit und Solidarität der Kinder fördern. Sie setzen an den bestehenden Bindungserfahrungen der Kinder an und entwickeln diese weiter. Dabei werden individuelle soziale und kulturelle Unterschiede geachtet und bei der Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens und bei identitätsstiftenden und integrativen Gemeinschaftsaktionen berücksichtigt.


1. Leitbild
Die Erweiterte Schulische Betreuung fördert jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung und trägt dazu bei, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Sie vermittelt Kindern Grundfähigkeiten, mit denen sie Situationen ihres gegenwärtigen und künftigen Lebens bewältigen.

Bildung wird als Selbstentfaltung und Kompetenzentwicklung in sozialer Verantwortung konzipiert und als lebenslanger Prozess verstanden.

Die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen wird gefördert, die besonderen sozialen und kulturellen Interessen und Bedürfnisse von Kindern mit Migrationshintergrund berücksichtigt.

Die Erweiterte Schulische Betreuung versteht sich als aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des Stadtteils .Sie ermöglicht Kindern und deren Familien den Kontakt mit anderen pädagogischen und psychosozialen Einrichtungen.

Die Erweiterte Schulische Betreuung begleitet Familien als  Partner im Erziehungsprozess und berücksichtigt deren individuelle Interessen, Bedürfnisse und besondere Lebensverhältnisse.


2. Pädagogische Grundsätze
Erziehung in der Erweiterten Schulischen Betreuung  ist die bewusste zielgerichtete pädagogische Hilfe der Fachkräfte, um Bildungs- und Kompetenzentwicklung der Kinder zu unterstützen.

Der Erziehungsprozess gestaltet sich grundsätzlich so,
- dass die Fachkräfte sich als Vorbild zur Verfügung stellen und mit dem Kind in Beziehung treten
- dass kindliche Bemühungen um Selbstständigkeit gefördert werden
- dass die Lust am gemeinschaftlichen Handeln gefördert wird und soziales Denken und Handeln angeregt wird
- dass Alltagssituationen der Kinder und ihrer Familien für gemeinsame Lern- und Erfahrungsprozesse genutzt werden
- dass eine Lernkultur entwickelt wird, die von der Wertschätzung kindlicher Neugier geprägt ist
- dass das Spiel der Kinder als ihre Sprache verstanden wird und als entwicklungsangemessene Auseinandersetzung mit der Welt gefördert wird

Die Erweiterte Schulische Betreuung ermöglicht und fördert die Befriedigung der geistigen, seelischen und körperlichen Grundbedürfnisse der Kinder. Sie gibt Raum für Versorgung, warmes Mittagessen und Pflege, für Körpererleben, wie Bewegung, Erholung und Ruhe. Die Kinder können sich mit ihren elementaren Gefühlen, wie z.B. Neugier, Ängste, Liebe, Eifersucht, Wut, Sexualität auseinander setzen.


3. Pädagogische Schwerpunkte
Die Fachkräfte vermitteln den Kindern Wissen und Kompetenz, in dem sie deren neugierige Suche nach neuen Kenntnissen ermöglichen und verknüpfen.

Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder erfolgt unter anderem durch die Förderung
- der Entscheidungsfähigkeit
- der Fähigkeit, Probleme und Konflikte zu lösen
- des sozialen Lernens
- der Einsicht in Lebensweltzusammenhänge
- der Beteiligung an alltäglichen Tätigkeiten
- der Neugier und Fantasie
- der Ästhetik
- der musisch-künstlerischen Fertigkeiten
- der sinnlichen Wahrnehmung
- der Sexualerziehung und -aufklärung
- der motorischen Kompetenz
- der körperlichen Sicherheit und Geschicklichkeit
- der Sprache und Kommunikationsfähigkeit
- der Fähigkeit der Begriffsbildung und zum logischen Denken
- des Umgangs mit Medien
- der Beobachtung und Vermittlung von Abläufen in der Natur (Schulgarten)

Die Erweiterte Schulische Betreuung bietet eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen an.

Vorwiegend Erstklässler nehmen an einem Koch- und Hygieneprojekt teil, in dem der Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit gesunder Ernährung vermittelt wird. Sie essen in der Regel in der Schulküche. Die übrigen Kinder werden in der Mensa der Wöhlerschule mit warmem Essen versorgt. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten wird eine altersangemessene  Tisch- und Esskultur  erlernt und gefestigt.


4. Kooperation mit Schule, Eltern und anderen Fachkräften
Gegenseitige Information und Abstimmung über pädagogische Prozesse und Maßnahmen findet regelmäßig mit der Heinrich-Seliger-Schule  statt.

Kommunikation
- Koordinationsgespräche nach Bedarf zwischen Schulleitung und Leitung der ESB
- Teilnahme an Konferenzen
- ESB ist in den Informationsverteiler der Schule integriert
-

Alltägliche informelle Absprachen zwischen Lehrerinnen, Lehrern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ESB

- Teilnahme an Arbeitsgruppen, die sich der Schulentwicklung widmen: Schulprogramm, - -
- Ganztagsschule Profil 1
-

Elterngespräche werden gemeinsam von Mitarbeitern der ESB und Lehrern vorbereitet und bei Bedarf gemeinsam durchgeführt

- Verständigung auf gemeinsame Regeln und Abläufe

Personelle Verzahnung
- Hospitation, Fortbildung sind nach Möglichkeit für alle Mitarbeiter offen
- Kennenlernen der Kompetenzen, Kennenlernen pädagogischer Inhalte, Ziele, Methodik
- Runde Tischgespräche, Hilfeplangespräche

Die ESB sieht sich als Verstärker und Unterstützer in der Umsetzung und Weiterentwicklung des Ganztagskonzeptes.

Eltern
Die Fachkräfte arbeiten mit den Eltern der Kinder zusammen und beziehen sie in den Erziehungsprozess der Einrichtung ein. Sie entwickeln mit ihnen gemeinsam sinnvolle Kooperations- und Beteiligungsformen (Elternvertreter, Elterngespräche, Erziehungsberatung, Elternabende).

Zusammenarbeit
Die Fachkräfte treten mit dem Betreuungsverein der Heinrich-Seliger- und Wöhlerschule e.V., über alle grundsätzlich wichtigen Angelegenheiten der Einrichtungen in einen Dialog ein.
Die Fachkräfte treten mit anderen Einrichtungen des Stadtteils in einen fachlichen Austausch ein.


5. Qualitätssicherung
Die Erweiterte Schulische Betreuung nimmt den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII wahr.

Um Einigung in pädagogischen Fragen herzustellen, pädagogische Prozesse gemeinsam zu planen und Konzeptionen zu entwickeln, werden regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen durchgeführt.

Um den in dieser Konzeption aufgezeigten Zielen gerecht zu werden und zur Qualitätssicherung, nehmen die Fachkräfte Fortbildungsangebote und Supervision wahr.


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